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Ethik Religionen Gemeinschaft
In der Perspektive Ethik Religionen Gemeinschaft entwickeln Schülerinnen und Schüler Kompetenzen für das Leben mit verschiedenen Kulturen Religionen Weltanschauungen und Werteeinstellungen In einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft gilt es eine eigene Identität zu finden Toleranz zu üben und zu einem respektvollen Zusammenleben beizutragen Dazu denken Schülerinnen und Schüler über menschliche Grunderfahrungen nach und gewinnen ein Verständnis für Wertvorstellungen und ethische Grundsätze Sie begegnen religiösen Traditionen und Vorstellungen und lernen mit weltanschaulicher Vielfalt und kulturellem Erbe respektvoll und selbstbewusst umzugehen Dies trägt zur Toleranz und Anerkennung von religiösen und säkularen Lebensweisen und damit zur Glaubens und Gewissensfreiheit in der demokratischen Gesellschaft bei Es handelt sich dabei um einen Unterricht über Religionen nicht um Unterweisung in einer Religion Diese ist Sache der Eltern sowie der Kirchen und Glaubensgemeinschaften
Die Schülerinnen und Schüler erproben Möglichkeiten das Zusammenleben zu gestalten und soziale Herausforderungen zu bewältigen und werden zu eigenständiger Lebensgestaltung und verantwortlicher Teilhabe an der Gemeinschaft ermutigt
Didaktische Hinweise zu Ethik Religionen Gemeinschaft
Die Perspektiven Ethik Religionen Gemeinschaft tragen der gesellschaftlichen Situation und der Komplexität moderner Welterfahrung Rechnung Diesen drei Perspektiven sind die Kompetenzbereiche zugeordnet
Gemeinschaft
Die Schülerinnen und Schüler werden herausgefordert ihr Leben und Zusammenleben zu gestalten Die Schule selber ist sowohl Erfahrungsraum als auch Übungsfeld dafür Lebensfragen sind Herausforderungen für die Einzelnen und für das Leben in der Gemeinschaft Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Individualisierung und Pluralisierung wird auch lebenskundliche Orientierung wichtiger
Auf jeder Stufe ergeben sich Anlässe um Lebensfragen anzusprechen und lebenskundliche Themen zu bearbeiten Das Leben in der Schule bietet Gelegenheiten Erfahrungen der Selbst und Eigenständigkeit zu machen sowie initiativ und verantwortlich zur Gemeinschaft beizutragen
Übergang vom 1 2 in den 3 Zyklus
Im 3 Zyklus werden die Kompetenzen aus dem 1 und 2 Zyklus in die vier Fachbereiche Natur und Technik NT Wirtschaft Arbeit Haushalt WAH Räume Zeiten Gesellschaften RZG und Ethik Religionen Gemeinschaft ERG weitergeführt und ausdifferenziert In den Fachbereichslehrplänen wird dies mit Verweisen am Ende des Kompetenzaufbaus im 1 und 2 Zyklus beziehungsweise zu Beginn des Kompetenzaufbaus im 3 Zyklus sichtbar gemacht In Tabelle 1 ist die Weiterführung der Kompetenzbereiche des 1 und 2 Zyklus in den 3 Zyklus in der Mittelspalte aufgeführt
Ethik Religionen Gemeinschaft 3 Zyklus
Die drei Perspektiven Ethik Religionen Gemeinschaft sind in verschiedenen Kompetenzbereichen abgebildet und im Unterricht gleichwertig zu gewichten
Kompetenzbereiche
Die Kompetenzen zur Perspektive Ethik sind in ERG 1 und ERG 2 aufgenommen Bildung schliesst Raum zum eigenen Nachdenken und freien Austausch über Leben und Lebensführung ein Ethische Reflexion kann Themen aus allen Fächern aufnehmen und bereichern Horizont und Methoden der Philosophie tragen zum Klären und Vertiefen von Fragen und Problemstellungen bei
In den Kompetenzbereichen ERG 3 und ERG 4 wird die Perspektive Religionen mit den entsprechenden Kompetenzen abgebildet Religionen sind wie im 1 und 2 Zyklus auch im 3 Zyklus nicht enzyklopädisch zu behandeln Elemente der Religionen werden mit ihren Ursprüngen in ihren lebensweltlichen Kontexten oder im Zusammenhang gesellschaftlicher Fragen und Debatten exemplarisch erschlossen Die Verteilung auf Christentum Judentum Islam Hinduismus Buddhismus und andere Religionen ist nicht festgelegt Der Horizont der grossen Religionen der Welt sowie die aktuelle religiöse Landschaft der Schweiz müssen im Laufe des 3 Zyklus jedenfalls in den Blick kommen Das Christentum in seiner konfessionellen und individuellen Vielgestaltigkeit ist mit grundlegenden Lehren und Vorstellungen seiner Geschichte und kulturellen Wirkungen angemessen zu berücksichtigen
Die Unterscheidung von Glauben und Wissen ist für die westliche Kultur eine zentrale Bildungsfrage Kompetenz mit ihr umzugehen heisst nicht sie abschliessend zu lösen vielmehr die Spannung von Glauben und Wissen als von kulturell grundlegender Bedeutung für das Verständnis von Wissenschaft und Religion zu betrachten Religionskunde kann dazu beitragen diesen Perspektivenwechsel zu beachten
Der Kompetenzbereich ERG 5 greift die Perspektive Gemeinschaft auf Dieser Kompetenzbereich ist mit seinen lebenskundlichen Kompetenzen auf die Lernenden und die Klasse zu beziehen Deshalb legt es sich nahe dass die Klassenlehrperson für die Arbeit in diesem Kompetenzbereich zuständig ist
Pädagogische Perspektiven
Die pädagogischen Perspektiven zeigen auf in welcher Art und Weise Bewegungs und Sportunterricht pädagogisch wertvoll sein kann und wie Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung umfassend gefördert werden können Die Schülerinnen und Schüler erfahren welche pädagogischen Perspektiven für sie Bedeutung haben Dies unterstützt sie im Aufbau eines überdauernden Interesses an sportlichen Aktivitäten Die sechs pädagogischen Perspektiven sind
Leistung Unter dieser Perspektive geht es darum in Leistungssituationen des Sports zu bestehen die Bedeutung der Leistung zu reflektieren und die eigene Einstellung zur Leistung zu begründen
Miteinander Bewegung und Sport lebt wesentlich von der Gemeinschaft Unter dieser Perspektive geht es darum ein kooperatives Verhalten aufzubauen und die Gemeinschaft als unterstützend zu erleben
Ausdruck Unter dieser Perspektive geht es darum die expressiven Möglichkeiten des Körpers kennenzulernen und für die Gestaltung von Bewegung zu nutzen
Eindruck Unter dieser Perspektive geht es darum Bewegungs und Körpererfahrungen zu ermöglichen und eine vielseitige Wahrnehmungsfähigkeit zu fördern
Wagnis Unter dieser Perspektive geht es darum den Reiz von Situationen mit ungewissem Ausgang zu erleben und sich darin zu bewähren
Gesundheit Unter dieser Perspektive geht es um Gesundheit und körperliches Wohlbefinden und den Beitrag den Bewegung und Sport dazu leisten kann
Der Fachbereichslehrplan Bewegung und Sport ist in sechs Kompetenzbereiche gegliedert siehe Kapitel Strukturelle und inhaltliche Hinweise Die pädagogischen Perspektiven sind in diesen enthalten Grundsätzlich kann jede pädagogische Perspektive mit jedem Kompetenzbereich und jeder Kompetenz verknüpft werden siehe Abbildung 1 Die Lehrpersonen nehmen bei der Umsetzung des Lehrplans eine der Situation angepasste pädagogische Gewichtung vor
3 2 2 Natur Mensch Gesellschaft NMG
Der Fachbereich NMG umfasst die vier Bereiche Natur und Technik NT Wirtschaft Arbeit Haushalt WAH Räume Zeiten Gesellschaften RZG und Ethik Religionen Gemeinschaft ERG Der 1 und 2 Zyklus sehen eine perspektivenübergreifende Zugangsweise vor Idealerweise wird der Unterricht deshalb auf möglichst wenige Lehrpersonen aufgeteilt Ist dies nicht möglich koordinieren die Lehrpersonen den Unterricht und führen nach Möglichkeit Unterrichtsvorhaben gemeinsam durch Ebenfalls ist eine Verbindung zu den anderen Fachbereichen sowie den überfachlichen Kompetenzen und der Bildung für Nachhaltige Entwicklung BNE zu gewährleisten

Einleitende Kapitel Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG)
