Schulleitungen, Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler sowie Schulbehörden gestalten im Austausch mit den Eltern die Schule gemeinsam. Das Schulklima und eine kontinuierliche Schulentwicklung sind Grundlagen für die Schule als Lern- und Lebensraum und als lernende Organisation. Die AHB bieten Hinweise und Bestimmungen zur gemeinsamen Gestaltung von Schule und Unterricht. Der Kindergarten gilt dabei als eigenständiger Teil der Volksschule.

Der Lehrplanteil «Allgemeine Hinweise und Bestimmungen» AHB dient als Grundlage für die Schul- und Unterrichtsorganisation sowie für die Schulentwicklung. Er umfasst kantonale Vorgaben und rechtliche Bestimmungen, die in den Schulen umgesetzt werden müssen (z.B. Lektionentafel, Beurteilung) und bietet hilfreiche Informationen und Orientierungshilfen für Lehrpersonen, Lehrpersonen für besondere Massnahmen, Schulleitungen und Gemeinden.
Die AHB enthalten Stichworte, die direkt auf ein Stichwortverzeichnis verlinken, das als Nachschlageinstrument dient. Dieses enthält weiterführende Links zu Gesetzesartikeln, Fachstellen, Leitfäden sowie Merkblättern zu den einzelnen schulrelevanten Themen.

Ein gutes Schulklima, basierend auf Vertrauen und Sicherheit, ist die Grundlage für das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler und der Lehrpersonen. Es fördert die Arbeitsfreude und den Leistungserfolg aller Beteiligten. Zentrale Bestandteile eines lernförderlichen Klimas sind vielfältige Mitwirkungsmöglichkeiten, insbesondere der Schülerinnen und Schüler, eine konstruktive Feedbackkultur und verlässliche Regeln. Die Identifizierung und Verbundenheit mit der Schule wirken sich positiv auf das Unterrichtsklima aus. Auch Konflikte gehören zum Schulalltag. Die Schule bietet als Lern- und Gestaltungsraum vielfältige Möglichkeiten, unterschiedliche Positionen zu verstehen, zu vertreten sowie gemeinsam konstruktive Lösungen zu finden.

(Lehrplan 21, Grundlagen, Bildungsziele; Lehrplan 21, Grundlagen, Überfachliche Kompetenzen; 2.2.3 Umgang mit schwierigen Situationen; Disziplinarische Schwierigkeiten)

Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler bringen unterschiedliche Kompetenzen und Ressourcen mit. Die Schule kann von dieser Vielfalt profitieren, wenn sie die spezifischen Fähigkeiten, Vorerfahrungen und Interessen aller Beteiligten wertschätzt, miteinbezieht und fördert. Damit werden die individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt sowie Selbstwirksamkeit und Erfolgserlebnisse ermöglicht.

(7. Vielfalt und Gleichstellung; Fachstellen)

Schule gemeinsam gestalten bedeutet auch, dass Schulleitungen und Lehrpersonen ihre Schule gemeinsam weiterentwickeln. Im Zentrum steht dabei das Lernen der Schülerinnen und Schüler. Schulentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess, der die Qualität der einzelnen Schule zum Ziel hat. Die Schulleitung formuliert unter Einbezug der Lehrpersonen und auf der Basis des Leitbildes sowie der kantonalen und kommunalen Vorgaben Schwerpunkte und Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung. Die Schulleitung steuert mit Massnahmen in den Bereichen Personal, Unterricht und Organisation die Schulentwicklungsprozesse und ist für die pädagogische und betriebliche Führung verantwortlich. Dabei wird im Rahmen der Personalentwicklung die Professionalität aller Lehrpersonen insbesondere durch gezielte Weiterbildung, Beratung und Zielvereinbarungen gefördert. Die Unterrichtsentwicklung ist ein individueller und kollegialer Prozess, in dem die Lehrpersonen ihren Unterricht systematisch reflektieren und weiterentwickeln. Die Organisationsentwicklung setzt sich mit der Optimierung von Abläufen, der Etablierung von Zusammenarbeitsgefässen, der Förderung der Teamentwicklung und mit Massnahmen zur Verbesserung des Schulklimas auseinander. Eine Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten ist eine Gelingensbedingung für Schulentwicklungsprozesse. Die kantonale Schulaufsicht begleitet die Schulleitungen im Schulentwicklungsprozess und überprüft in regelmässigen Abständen die Umsetzung der Zielsetzungen.

(2. Zusammenarbeit; Schulleitungen; Schulaufsicht; Lehrpersonen)