Geschätzte Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter,
Geschätzte Behördenmitglieder

Erstmals liegt ein Lehrplan für die gesamte deutschsprachige Volksschule vor, d.h. vom Kindergarten bis zum Ende des 9. Schuljahres. Für die Lehrpersonen wird dadurch bei jeder im Lehrplan beschriebenen Kompetenz ersichtlich, an welcher Kompetenzstufe auf den verschiedenen Schulstufen gearbeitet wird.
Der Lehrplan 21 knüpft an die bisherigen Lehrpläne an und bringt sie pädagogisch auf den neusten Stand. Zudem berücksichtigt er gesellschaftliche Entwicklungen und definiert die Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler darin unterstützen, den Anschluss in die Berufswelt oder an eine weiterführende Schule erfolgreich zu bewältigen. Der Lehrplan schafft Sicherheit für die Lehrpersonen und Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit. Er gibt den Rahmen für den Unterricht vor und lässt den Spielraum für die Methodenvielfalt bewusst offen. Lernen ist ein vielschichtiger und kreativer Prozess. Deshalb brauchen Lehrerinnen und Lehrer Freiräume für die Gestaltung des Unterrichts. Sie sollen unterschiedliche Lernwege ermöglichen und flexibel auf unvorhergesehene Unterrichtssituationen reagieren können. Der Lehrplan dient dabei als Kompass für die Unterrichtsplanung und die Zusammenarbeit im Kollegium.
Im Weiteren hat die Erziehungsdirektion die Allgemeinen Hinweise und Bestimmungen (AHB) überarbeitet. Sie umfassen einerseits kantonale und gesetzliche Vorgaben, die in den Schulen umgesetzt werden müssen und bieten andererseits unterstützende und praxisorientierte Informationen und Empfehlungen.

Ich wünsche Ihnen in der Anwendung des Lehrplan 21 und der Weiterentwicklung Ihres Unterrichts viel Freude und Erfolg.

Bernhard Pulver Regierungsrat,
Erziehungsdirektor des Kantons Bern